Mandanten-Monatsinfo
Verkäufe über Online-Plattformen
Zahlreiche Waren und Dienstleistungen werden über Online-Portale vertrieben. Verkäuferinnen und Verkäufer, die nur gelegentlich oder in geringem Umfang tätig sind, wissen häufig nicht, ab wann sie unternehmerisch handeln und welche steuerlichen Pflichten daraus entstehen. Zudem sind die seit 2025 geltende Kleinunternehmerregelung sowie die aktuelle Rechtsprechung zur Unternehmereigenschaft bei Plattformverkäufen zu beachten. Auch Kleinunternehmer müssen Besonderheiten beachten. Werden Waren in andere EU-Mitgliedstaaten versandt, ist eine Registrierung beim BZSt erforderlich, um die Kleinunternehmerregelung europaweit in Anspruch nehmen zu können. In diesem Fall sind auch Umsatzsteuermeldungen gegenüber dem BZSt verpflichtend. Unternehmen, die nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen, müssen insbesondere bei Lieferungen oder Leistungen an Empfänger im EU-Gemeinschaftsgebiet genau prüfen, welche umsatzsteuerlichen Vorgaben gelten. Die Broschüre unterstützt Sie dabei, regelmäßig wiederkehrende Geschäftsvorfälle aus umsatzsteuerlicher Sicht richtig einzuordnen und Ihre steuerlichen Pflichten zu erfüllen.mehrGesetzentwurf: Alkoholsteuer soll um 20 Prozent angehoben werden
Die Bundesregierung will die Alkohol-, die Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer sowie die Alkopopsteuer um jeweils 20 Prozent erhöhen.
mehrFußbeschwerden eines Bundeswehrbediensteten nach dienstlichem 12-Kilometer-Marsch stellen keinen Dienstunfall dar
Das Verwaltungsgericht Aachen hat die Klage eines Bundeswehrbediensteten auf Anerkennung von Fußbeschwerden nach einem 12-Kilometer-Marsch als Dienstunfall abgewiesen, weil die Beschwerden auf bereits bestehenden Vorerkrankungen beruhten und nicht ursächlich durch den Marsch verursacht wurden.
mehrE-Auto-Förderung wird bereits rege genutzt
Eine aktuelle Statistik zeigt, dass die E-Auto-Förderung 2026 auf großes Interesse stößt: Bereits mehr als 52.000 Anträge wurden bewilligt, rund 230 Millionen Euro an Fördermitteln ausgezahlt.
mehrWohnmobil als Zweitwohnsitz - Aufwendungen als Werbungskosten für doppelte Haushaltsführung absetzbar?
Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat zu der Frage Stellung genommen, ob im Streitfall die Aufwendungen für ein Wohnmobil Werbungskosten für eine doppelte Haushaltsführung sein können.
mehrBlumenkübel auf Gehweg müssen entfernt werden
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat entschieden, dass Blumenkübel auf einem öffentlichen Gehweg nicht ohne Weiteres aufgestellt werden dürfen. Ohne die erforderliche Genehmigung kann die Stadt deren Entfernung verlangen.
mehrMit bis zu 131 km/h statt der erlaubten 70 km/h unterwegs: Vorfahrtberechtigter haftet nach Unfall überwiegend selbst
Das Landgericht Frankenthal entschied, dass ein Vorfahrtberechtigter bei einer erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung überwiegend selbst für einen Unfall haftet.
mehrVerkürzte Restnutzungsdauer durch Gutachten nachweisen
Wer eine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer eines Gebäudes geltend machen möchte, muss diese durch ein Sachverständigengutachten nachweisen. Laut Finanzgericht München kann dabei auch ein auf der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) basierendes Verkehrswertgutachten ausreichend sein.
mehrSonderabschreibung nach § 7b EStG auch bei Wiederherstellung einer vermietbaren Wohnung möglich
Die Trennung von über 20 Jahre verbundenen Doppelhaushälften kann zur Entstehung einer “neuen Wohnung” im Sinne des § 7b EStG führen. In einem solchen Fall kommt die Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau in Betracht.
mehrOffenlegung personenbezogener Daten von Aktionären
Der Europäische Gerichtshof entschied, dass das Unionsrecht keine Veröffentlichung von Informationen über sämtliche Aktionäre einer Aktiengesellschaft verlangt.
mehrHerzkranker Grundschüler darf an Klassenfahrt teilnehmen
Ein Grundschüler durfte nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf nicht allein wegen einer Herzerkrankung von einer Klassenfahrt ausgeschlossen werden. Die Schule müsse chronisch kranken Kindern die Teilnahme grundsätzlich ermöglichen.
mehrFinanzamts-Post soll verständlicher werden
Nordrhein-Westfalen hat gemeinsam mit Bund und Ländern mehr als 730 Textbausteine der Finanzverwaltung überarbeitet, um Schreiben an Bürgerinnen und Bürger verständlicher zu gestalten.
mehrVordrucke 2026 für die standardisierte Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen
Das Bundesministerium der Finanzen hat die amtlichen Vordrucke und Anleitungen zur Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen für das Jahr 2026 bekannt gegeben.
mehrAnlage EÜR für 2026 wurde veröffentlicht
Das Bundesministerium der Finanzen hat die amtlichen Vordrucke und Ausfüllhinweise zur Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) für das Jahr 2026 bekannt gegeben.
mehrDie Frühstartrente - Was für die Altersvorsorge von Kindern geplant ist (Merkblatt)
Mit der Frühstartrente plant die Bundesregierung, Kindern einen frühen Einstieg in die kapitalgedeckte private Altersvorsorge zu ermöglichen. Vorgesehen ist eine staatliche Zahlung von monatlich 10 Euro in ein Altersvorsorgedepot des Kindes. Hier ein kompakter Überblick zu den geplanten Maßnahmen.mehrZwangsgeld wegen ausstehendem notariellem Nachlassverzeichnis rechtmäßig
Ein Erbe, der zur Vorlage eines notariellen Nachlassverzeichnisses verpflichtet ist, muss alle ihm zumutbaren tatsächlichen und rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die erforderliche Mitwirkung des Notars und weiterer Beteiligter zu erreichen. Verzögerungen durch einen beauftragten Sachverständigen entlasten ihn nicht, wenn er nicht mit der gebotenen Intensität auf eine zügige Erledigung hinwirkt oder erforderlichenfalls einen anderen Sachverständigen beauftragt.
mehrLange Mietwagennutzung bei verzögerter Schadensregulierung erstattungsfähig
Kann ein Unfallgeschädigter die Reparatur seines Fahrzeugs wegen fehlender finanzieller Mittel nicht vorfinanzieren und weist er den Schädiger darauf hin, verstößt eine längere Anmietung eines Ersatzfahrzeugs nicht gegen die Schadensminderungspflicht. Der Geschädigte ist grundsätzlich weder zu einer weiteren Verschuldung noch zu einem Interimskauf verpflichtet.
mehrFinanzämter wollen Unternehmensgründern schneller eine Steuernummer erteilen
Die Thüringer Steuerverwaltung und der Steuerberaterverband Thüringen wollen die Vergabe von Steuernummern für Unternehmensgründer deutlich beschleunigen.
mehrProgramm für Aufschwung und Beschäftigung: Steuerliche und weitere Reformvorhaben (Merkblatt)
Steuerentlastungen, Bürokratieabbau, Änderungen im Arbeitsrecht und neue Impulse für Unternehmen - mit dem Programm „Aufschwung und Beschäftigung“ hat die Regierungskoalition ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit 34 Vorhaben beschlossen. Für einen ersten Teil der steuerlichen Maßnahmen liegt inzwischen ein Regierungsentwurf für ein Einkommensteuerreformgesetz 2027 vor. Damit werden insbesondere die geplanten Änderungen bei Einkommensteuer, Kindergeld, Arbeitnehmer-Pauschbetrag, Minijobs und Sonn- und Feiertagszuschlägen konkretisiert. Zahlreiche weitere Vorhaben befinden sich dagegen weiterhin in einem frühen politischen Stadium. Das Merkblatt gibt einen ersten Überblick.mehrKeine Vermittlungsprovision für zugleich verwaltete Mietwohnungen
Einem Wohnungsvermittler steht weder gegen den Mieter noch gegen den Vermieter eine Provision zu, wenn ein Mietvertrag über eine Wohnung abgeschlossen wird, deren Verwalter er ist.
mehr